Irgendwann ist Schluss. Die Luft ist raus und es macht auch nicht mehr so richtig Spaß. Seit 12 Jahren betreuen Petra Klein und ich gemeinsam die Jugendgruppe in unserem Verein. Begonnen habe ich selber weit vorher. In den letzten Jahren habe ich mich auch nur als kommissarischer Jugendwart aufstellen lassen, damit jederzeit ein anderer die Jugendarbeit übernehmen kann. Doch es kommt keiner. Durch die Überredungskunststücke der derzeitigen Jugendgruppe ist gelungen, uns noch ein wenig für die jetzige Gruppe zu gewinnen, um diese weiter zu betreuen. Für Neueinsteiger, Anfänger usw. hat sich für die Ausbildung ein ehemaliger Jugendlicher (??) für das Jahr 2006 in Zusammenarbeit mit Anette Seidel, die bereits im letzten Jahr ein bisschen in die Arbeit an den Freitagen hineingeschnuppert hat, zur Verfügung gestellt. Ich hoffe das klappt auch im Sinne der Jugendarbeit. Dank an Anne Rebehn für die Trainingsstunden der Jollengruppe an den Mittwochnachmittagen im letzten Jahr vor dem allgemeinen Mittwochssegeln. Die Jugendarbeit selber ist sehr wichtig, auch deshalb sollte man selber einmal in sich gehen und überlegen, ob man evtl. einen kleinen Teil der Aufgaben übernehmen kann und auch möchte. (z.B. Betreuung und Unterhaltung der vereinseigenen Jollen und Optis, Betreuung des Jugendwanderkutters, Betreuung des Jugendmotorbootes Karlchen, Optitraining, Jollentraining, Anfängerschulung, Kuttertraining, Regattabetreuung, Sponsoring eines Jugendlichen zu Regatten, Organisation und Durchführung einer Hochseetour im Sommer. Betreuung und Aufbau der Mini-Cupper Gruppe in den Wintermonaten, Betreuung der Gruppe in den Wintermonaten in der Schwimmhalle beim Ausdauer- und Leistungsschwimmen oder in einer Turnhalle). Also Teilaufgaben gibt es in Hülle und Fülle, wenn man schon nicht die gesamte Jugendarbeit übernehmen will. Einige Jugendliche haben bei einem Landestrainer in den Herbstferien und anschließend an den Wochenenden in Schilksee mit Lasern intensiv trainiert. Das Regattasegeln im Verein, wie es von einigen Jugendlichen in den letzten Jahren auch auf anderen Revieren durchgeführt wird, ist sehr stark abhängig von der Initiative der Eltern, denn diese Betreuung kann derzeitig vom Verein nicht mit übernommen werden. Für diesen Zweck haben Gerd Ehm und ich vor einigen Jahren einen normalen Trailer so umgebaut, dass mit diesem gleichzeitig 3 Optis oder 3 Laser transportiert werden können. Dieses führt dazu, dass sich Eltern untereinander absprechen können und nicht jedes Wochenende mit Ihrem Kind unterwegs sein müssen. Nimmt man auf dem Autodach noch ein zusätzliches Boot mit, so ist man nur bei jeder 4. Veranstaltung dran. Leider funktioniert dieses trotzdem häufig nicht so, wie gedacht. Einen herzlichen Dank an die vielen Spender und Unterstützer der Jugendarbeit im PSV im letzten Jahr. Es ist eine Summe zustande gekommen, sodass hiervon ein gebrauchter Pirat „Asterix“ angeschafft werden konnte, dieser wurde noch zusätzlich mit einem Satz neuer Segel ausgestattet. Dieser Pirat hat einen Wasserliegeplatz und ist überwiegend für die Segelfreizeit (gemeinsames Segeln ohne Regattaambitionen) und auch für die normale Jugendarbeit an den Freitagen gedacht. Der Kunststoffrumpf, wie auch die aufholbare Ruderanlage machen dieses Boot zu einem sicheren und unkomplizierten Jugendboot, gleichzeitig wird der Regattapirat ein wenig geschont, da dieser zum Fahrtensegeln nicht mehr eingesetzt werden muss. Der in den letzten Jahren größte Sponsor der Jugendarbeit Karl- Walther Breitling ist vor einem Jahr verstorben. Ihm haben wir es zu verdanken, dass wir eine so große Gruppe an Laserseglern und Lasern zur Verfügung haben. Nach etwa 2 Jahren haben wir seinen „alten“ Laser gespendet bekommen. Sein letzter ist uns testamentarisch zugeschrieben worden. Insgesamt waren das in den letzten Jahren 6 Stück. Nur hierdurch sind wir in der Lage gewesen, regattataugliche Boote den Jugendlichen zur Verfügung zu stellen. Testamentarisch wurde der Jugendgruppe sein gesamtes Segelmaterial zur Verfügung gestellt, dieses ist bereits aktiv in Gebrauch. Karl Walter wird gedanklich in der Jugendgruppe noch lange verankert sein, da dieser allen Jugendlichen ein großes Vorbild hinsichtlich seines sportlichen Segelns im hohen Alter war. Gleichzeitig hat er jahrelang den Kontakt zu den Jugendlichen gepflegt und kannte fast alle persönlich mit Namen. Früher kam er auch öfter an Freitagnachmittagen vorbei und segelte in der Jugendarbeit mit bzw. beobachtete diese sehr genau und kritisch. Durch den Umbau unseres Jugendmotorbootes Karlchen vor einigen Jahren mit einem E-Starter und einer elektrischen Lenzpumpe hat die allgemeine Nutzung, bestimmt auch aus Bequemlichkeit, so stark zugenommen, dass der hohe Verschleiß zu einem Austausch des gesamten Motors einschließlich allem Zubehör wie Getriebe und Elektrik in diesem Winter geführt hat. Ein von Herrn Markmann aus Heikendorf gespendeter Motor (wassergekühlt und ein 2-Zylinder) wird im Winter eingebaut. Bitte geht schonend mit diesem Boot um, denn der meiste Verschleiß entsteht durch unsachgemäße Nutzung. Nach 15 Jahren hat unser Jugendwanderkutter eine Neulackierung von außen dringend nötig, dieses soll in diesem Winter noch passieren, falls unser Haus- und Hoflackierer noch Zeit dazu findet. In diesem Jahr wird es auch in der ersten Sommerferienwoche wieder eine Jugendfreizeit auf der Ostsee geben, ansonsten ähnelt unser Programm dem der letzten Jahre. Ausser, der Reihe wird es einige gemeinsame Trainingswochenenden mit Landestrainern und Jugendlichen anderer Vereine bei uns geben. Noch- und kommisarischer Jugendwart
Uwe Kiel |